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Immer dem Atlantik entlang

Tag 1

Die Fahrt von Karlsruhe über Luxembourg und Belgien nach Frankreich ist relativ kurz. Nach 6 Stunden Fahrzeit hatten wir unser erstes Übernachtungsziel erreicht. Direkt nach der Grenze suchen wir uns einen geeigneten Wohnmobilplatz, von denen es in Frankreich mehr als genug gibt. Überhaupt könnte man meinen, ganz Frankreich lebt im Wohnmobil. Auch das Übernachten an Parkplätzen, oder auch mal direkt am Strand ist zumindest in der Vorsaison geduldet. 

Bei der Auswahl geeigneter Plätze, auch Campingplätze, hilft uns die App "park4night", die sowohl eine Navigation über Landkarte, als auch über Umgebungssuche zulässt. Die Übernachtung an sich gestaltet sich für uns im oberen Bett des Austelldaches, da unten leider das eine Shirt zu viel den Schlafplatz belegt hat .... ich würde sagen gewöhnungsbedürftig aber durchaus reizvoll. Früh am nächsten Morgen fuhren wir los und endlich sahen wir den Atlantik.

 

 

 

 

St. Valerie sur Mer.

 

....und hier fängt tatsächlich die Liebe zu Muscheln mit Frites an. Die ersten Atlantikmuscheln sind einfach der größte Genuß.

Wir finden hier eine wunderschöne Atlantikküste mit einem kleinen Dörfchen, dass zum verweilen einlädt. Läuft man hier zu bestimmten Zeiten dem Strand entlang, so tummelt sich an einer Felsplatte  etliche Robbenkolonien.  Wir sehen leider jetzt mehr Menschenkolonien, die Robben entdecken wollten, aber der Strand ist super schön. Das reicht uns schon. Wir fahren weiter in Richtung Le Tréport. Dort wollen wir heute auch übernachten.

Tag  2 - 4

 

 

Le Tréport und Criel sur Mer

 

 

Die Häuser der Normandie faszinieren mich. Schmal und hoch...ich dachte immer viel Wind, - Haus nieder. Aber hier ist alles anders und wunderschön. Wir laufen noch den Felsklippen entlang und fahren weiter auf unseren ersten "richtigen" Campingplatz nach Criel sur Mer.  Der Campingplatz bietet einen tollen Blick direkt auf einen großen Kreidefelsen und der Campingplatzbesitzer Jean Michel wird nicht müde, auf diesen Umstand hinzuweisen. Wir werden also Facebook Freunde, trinken Abends unseren Ricard auf der eigens dafür vorgesehen, wunderschönen Terrasse...mit Felsenblick - und bleiben 2 Nächte

 

 

>Camping Les Mouettes, Criel sur Mer<

Tag 4 und 5

 

Dieppe  

 

 

nach einer sehr ausgiebigen Verabschiedung (wir werden wieder kommen), fahren wir weiter nach Dieppe. Wir schlendern gemütlich durch dieses sehr schöne Städtchen und landen oberhalb der Stadt beim Burgherrn.  Mein "Burgherr " hat hunger und wir beschließen etwas zum grillen einzukaufen (wir denken an  Scampi) und uns ein schönes Plätzchen zu suchen.

 

 Cap d´Antifer und St. Jouin Bruneval

 

mit genügend Proviant im Gepäck, beschließen wir die Nacht direkt am Leuchtturm zu verbringen. Laut unserer  App  "park4you" gibt es am

Cap d´Antifer direkt am Leuchtturm drei Stellplätze zum übernachten. Das hört sich aufregend an und wir starten durch. Ganz nebenbei haben wir ja ein Mini- Wohnbus dabei und denken der Platz ist uns sicher. Tatsächlich haben wir Glück..... und beim aussteigen wissen wir auch warum. Es stürmt so derart, dass ich aufpassen muss, dass der Wind mich nicht davon trägt. Windjacke an und los! Wir wandern die Klippe entlang und der Weg ist schier endlos, aber wunderschön.  Der Sturm wird aber immer heftiger und wir beschließen lieber wieder in ruhiger Gefilde zu fahren. Schade eigentlich... ich hatte mich schon so gefreut. Wir allein mit dem Leuchtturm.......

Dafür übernachten wir dann direkt am Strand von St. Jouin Bruneval auf einem Parkplatz. Eines haben beide Plätze gemeinsam.... keine Toilette.

Tag 6 und 7

 

 

Le Havre und entlang der Cote Fleurie nach Honfleur 

 

Am nächsten Morgen folgen wir der Cote Fleurie . Ein Geheimtipp von Jean Michel. Naja, als Geheimtipp würden wir das nicht mehr durchgehen lassen, da es definitiv der Abschnitt der Normandie mit den meisten Touristen ist. Aber es rentiert sich durchaus. Viele wunderschöne Dörfer, von denen wir Honfleur als unseren Favorit gekürt haben.  Schlanke, bunte Häuser,  leckere Madellains und Nougat in allen Varianten..... mein Rucksack ist voll und wir machen uns auf  den Weg in Richtung  La Contoir des Marais und finden das Restaurant  Carentan le CONTOIRE.  Schön gelegen direkt am Wasser und für einen Moment fühlt man sich , als hätte man einen Abstecher nach Irland gemacht.....

Camping Canada direkt am Meer (über die Strasse) hat uns ein ruhiges Plätzchen für die Nacht beschwert.

 

< Restaurant Carentan le Contoire 1 Rue des Remblais, 50500 Carentan les Marais)>

 

 

 

Cap de Barfleur, Cap Levi,  die Nordspitze und zur Mont St. Michel

 

man kann sagen wir haben alle Caps der Spitze abgefahren. Die Normandie hat uns so in ihren Bann gezogen, dass wir uns nur sehr schwer loslösen wollen.  Saint vaast la Houge, das Cap de Barfleur,  Cap Levi mit dem Fort du Cap Levi und nicht zu vergessen die Auberge du tue Vasques in Fermanville . Für Muschel Liebhaber ein Muss.  Nach dem ausgiebigen Essen und Trinken ging es für uns weiter in Richtung Mont St. Michel. Jeder spricht vom Mont St. Michel.....und genauso viele Busse fuhren rund um das sagenumwobene Kloster... also nichts für uns. Wir werden Mont St. Michel im Spätherbst oder Frühjahr besuchen, wenn wir sicher sind, dass keine "Reisebuszeit" ist.  Unsere Nacht verbringen wir aber direkt am Strand, bei kalter und stürmischer See,  Scampi vom Grill und mit Blick auf den Mont St. Michel..... immerhin.

 

Tag 8 und 9

 

über St. Malo  und Cap Fréhel nach Perros-Guirec

 

St. Malo ist ein tolles Städtchen mit vielen kleinen Geschäften, Bars und Restaurants und umgeben von einer begehbaren Stadtmauer.  Daurch wirken die kleinen Gassen wie überdacht und sehr kuschelig. Wir suchen uns ein gemütliches Frühstückscafe und essen die besten Pancake von ganz Frankreich. (denke ich) Am Cap Fréhel erwartet uns eine atemberaubende Aussicht. Felsen ragen fasst 70 Meter aus dem Wasser  und die Möwen brüten hier, als gäbe es keinen anderen Platz auf dieser Welt. Mit diesen schönen Bildern im Kopf und gefühlt fasst "Vogelfrei" kaufen wir noch etwas Fisch und Wasser (oder Wein?) und machen uns auf in Richtung Fronteny an der Cote d´ Amor....und schon sind wir in der Bretagne.

So langsam schlafen wir länger und so kommen wir erst um 11 Uhr am nächsten Morgen in die Gänge. Wir fahren weiter nach Ploumanach´h. Hier erwartet uns  Napoleons  Hut, oder die Hüte. Wer will findet auch einen Pilz oder einen Wal.  Die rosa Granitfelsen zwischen den Stränden Trestraou und Saint-Guirec  sind teilweise über zwanzig Meter hoch  und vom Meer designed.  und so als alter Designer ertappe ich mich dabei, immer neue Formen und Gegenstände zu erkennen. Kann ich hier was in meine Designs übernehmen?  oh Mann, ich glaube ich werde Größenwahnsinnig :-)

 

Camaret-sur-mer zum Point de Penhir bis zur Baie de Dourarnenez

 

Nachdem wir rund 6 km zwischen Felsen  und dem Meer rund um den süßen Ort Perros-Guirec marschiert sind fahren wir gemütlich weiter nach Camaret-sur-mer zum Point Penhir. Die Aussicht ist wie so oft einfach unbeschreiblich. Zwischen Felswänden die mich wieder mal an Irland erinnern, lugt Karibik Strand und der Wald gleicht dem meiner Heimat,- dem Schwarzwald. Jetzt weiß ich, warum ich Europa so sehr liebe.... Auf  der Weiterfahrt treffen wir per Zufall auf bunt bestrickte Bäume. Das nennt man Guerilla - Knitting gleichzusetzen mit Street Art, ausgeführt von Wollkünstlern, die den offenen Raum zur Kunst nutzen. Ich fühle mich im 7. Woll-Himmel.  Dieses Glück muss ich posten und per Zufall war meine Insta-Strick- Kollegin Sandra einen Tag vor uns an diesem Platz. Wie schade, ich hätte sie so gerne mal live getroffen. 

Wir übernachten auf einem kleinen Campingplatz  in Goulit ar Guer, direkt am Meer. 

 

Tag 10

 

Pont Croix und Pointe du Raz

 

Wir nehmen uns heute einige Landzungen der Bretagne vor und beginnen mit dem Cap Sizun und dem kleinen Dörfchen Pont Croix, welches im Wesentlichen  aus einer verhältnismäßig gigantischen Kirche, der Notre-Dame de Roscudon, besteht. Der 67 Meter hohe Turm dient so manch einer Kathedrale in Frankreich als Vorbild.  Kleine Kunstläden laden zum kurzen Verweilen ein und auch hier kreuzt sich unser Route mit dem  Jakobsweg.  Theoretisch würde ich sagen, haben wir immer einen kleinen Jakobsweg beschritten.... aber halt nur theoretisch. Das kleine Dörfchen bietet sich gut an, um hier  ausgiebige Wanderungen zu starten. Nach einem kleinen Abstecher zum Pointe du Raz, gilt es Kilometer zu machen. Wir wollen heute noch  auf die Insel Noirmoutir de ile. Das heiß runde 340 km.... Proviant an Bord und weiter geht die Reise.

Tag 11 und 12

I´lle de Noirmoutier

 

diese Insel hat viele schöne Seiten. Die Dünengräser , die sich immer mit dem Wind in eine Richtung neigen, die unzähligen Austernbänke, oder auch die Salzfelder, an denen man direkt das beste Meersalz mit nach Hause nehmen kann.  Was mich aber wirklich beeindruckt hat... diese Insel konnte man bis 1971 nur bei Ebbe  über die "Passage du Gois" , eine 4 km lange Strasse ab Beauvoir  sur Mer erreichen.  So einige wurden auf dieser Strecke von der Flut überrascht und mussten Auto und Gepäck den Fluten überlassen.  Im Juni  laufen hier etliche Athleten das  "Les Foulées du Gois", was übersetzt  "das Rennen gegen das Meer" heißt. Ein riesen Spektakel Mensch vs. Natur....  Wir nehmen die Brücke ......  und übernachten auf dem Camping des Rousseeres. Ein schöner, gepflegter Platz mit Bäumen und rund 250m zum plage. Der schönste der Insel sagt man und das finden wir auch.  Perfekt war, dass der kleine Campingplatz auch noch ein kleines, familiengeführtes Restaurant hat. Also perfekt für hungrige und müde Ankömmlinge wie wir. Ab zum Strand und dann ran ans Steak...... wie göttlich.

 

Strandtag...

 

ein Tag nichts tun, außer essen, trinken, schlafen  ........und stricken. Man kommt ja zu nichts.  Um ehrlich zu sein, bestand mein sowieso schon knapp bemessenes Gepäck zu 2/3 aus Strickgarn, Nadeln, Ideenbuch und überhaupt so alles was Frau benötigt zum Handwerk... aber diese Tour beeindruckt meine Sinne so derart, dass ich einfach dem Rauschen des Meeres lausche oder den Gräsern im Wind zuschauen, während mir der warme Fahrtwind die Haare durcheinander wirbelt.  Fasst wie damals...mit 18 ... Man sagt ja, wenn man älter wird, besinnt man sich wieder auf das Wesentliche. HA ....also mein Wesentliches war "wild and free"...gefällt mir extrem gut das mit dem "back to the roots".......

Tag 13

 

Ile de Ré und Ile d´Oléron 

 

Ausgeruht! und es geht weiter nach La Rochelle, mit einem kleinen Abstecher zu Ile de Ré. Zuvor aber fahren wir noch in den kleinen Ort Roussieres direkt am Campingplatz. Zu schade, dass wir nicht am Abend zuvor gemütlich dort hin gelaufen sind. Kleine Kunstlädchen und nette Bars schmücken diesen Ort.... aber naja . Am Ortausgang  von Noirmoutir lockt rechter Hand ein kleines Holzhaus neben riesigen Salzfeldern.  Der junge Besitzer spudelt vor "Salzwissen" und präsentiert uns unzählige Salz Varianten, die jetzt irgend wie im Bus verstaut werden müssen...... nebenbei möchte ich erwähnen, dass dieses Salz auch ungeheuer gut riecht. Nach einer Stunde fahrt mussten wir das Salz nochmals in zusätzliche Tüten packen, da der komplette Bus in einer Knoblauch Wolke stand und meine Sinne ebenfalls benebelt schienen. 

 

Ile d´Oléron   und St. Georges D´Oleron

 

die Ile de Ré ist  ausgefallen. Wir haben uns für die urbanere Insel Ile D´Oléron entschieden...und haben es nicht bereut. Der erste Anlaufpunkt ist  Le Chateau d ´Oléron. Direkt am Hafen befinden sich unzählige bunte Hütten, die früher eher dem Fischfang dienten. Heute sind sie Kulturstätten, Kunstläden, Bars und Kaffees. Herrlich anzuschauen. Wir landen in der Bar "Vagabounde", die einem jungen "Weltenbummler" Paar gehört. Bei Thunfisch crema und Guacamole plauschen wir über die Insel, das essen, die Welt und überhaupt....es war toll.

Wir machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz uns stellten uns vor, den Abend mit Muscheln und Austern  bei einem guten Tropfen eiskaltem Rosewein zu beenden.  Naja, den Übernachtungsplatz fanden wir in Form eines für unsere  Begriffe zu großem Campingplatzes und die Muscheln in Form eines Restaurants, das selbige anbot. Am nächsten Tag aber wurden wir entlohnt. Ein Fischer kam direkt an den Platz und hatte frische Austern und Muscheln im Gepäck. 

Wie war das mit dem "Gott in Frankreich" ?

Bevor wir die Insel verlassen, fahren wir an die Spitze der Insel, erklimmen noch den Leuchtturm Le  phare de Chassiron und dann geht´s aber wirklich weiter Richtung Royan mit dem Ziel "Fährüberfahrt zur Silberküste" 

 

Tag 14 bis 18

Ile Madame oder Post-des-Barques 

 

Wir fahren Richtung Royan und ich freue mich so sehr auf die Silberküste, mit Ihrem kilometerlangen Sandstränden. und was ist? Die Gelbwesten demonstrieren und die sowieso schon viel zu lange Blechlawine für die Fähre schlängelt sich quer durch die ganze Stadt.  Dazu kommt heute ist der erste Ferientag der Franzosen..... Adieu Silberküste.  So ein bisschen enttäuscht fahren wir um die Kante Royan jeden Campingplatz an, aber irgend wie will uns keiner gefallen. Zu groß, zu laut, zu viele Sterne - vielleicht lag es einfach an der nicht erfüllten Erwartung. Also fahren wir kurzerhand wieder Richtung Norden, an der Ile d´Oleron  vorbei nach Port-des Barques. Dieser kleine Ort liegt direkt an der Spitze zur super kleinen Insel  Ile  Madame, die unser eigentliches Ziel ist.  Unser Navi sagt "angekommen" und tatsächlich finden wir einen schönen kleinen Platz,  voll mit französichen "Altrockern" die den Platz als Dauercampern nutzen und einer kleinen Bar "La Malone". Müde lassen wir uns nieder....... aber weit gefehlt. Wir werden mit den besten Rockkonzert der 70er "live" überrascht, essen  Berge von Muscheln und liegen schon in unserem Bettchen, da rocken die Mädels und Jungs immer noch. Wie schön... hier bleiben wir.

Ile Madame

 

wir bleiben insgesamt vier Tage  und erkunden die Landschaft, denn unser Strand entpuppt sich bei Ebbe zu einem kleinen Morast, der nicht wirklich zum Verweilen einlädt.  Dazwischen aber erkennt man deutlich eine Straße, die zu unserer Überraschung rege genutzt wird, um auf die vorliegende Insel  Ile Madame  zu gelangen.  Lastwagen, Autos, Wohnmobile, Pferdekutschen, Radfahrer und Fußgänger...alles nutzt die Ebbe um zu pendeln. Wir auch. Bei 29° und einer Meeresbriese, die den knapp 3 km langen Weg erträglich macht, erkunden wir die Insel. Ein Campingplatz, ein Bauer, ein Fort, dass man nicht mehr besuchen kann und ein kleiner Baumbestand mit Bank zum ausruhen. Der Weg ist das Ziel und wir können festhalten, der Weg durch das Meer war eigentlich das schönste der kleinen Insel. ... und die Fischerei. Aufgrund der geringen Meerestiefe werden hier kleine Hütten auf Stelzen gebaut, die in Meeresrichtung jeweils ein Netz als Rechteck angebracht haben. Bei Flut  - Netz ab, bei Ebbe - Netz voll! Krustentiere, Muscheln und sonstiges Getier lässt das Fischerherz höher schlagen.  Pssst.... ganz nebenbei merkten wir auch erst an diesem Tag, dass wir nicht wie angenommen auf der Insel gelandet sind. Unser Navi hat "angekommen" geläutet, weil wir halt einfach nicht übers Meer fahren können - noch nicht :-)

 

Brouage muss sein

 

Am nächsten Tag fuhren wir Richtung Fouras und  fuhren durch Brouage.  Wow! Fasst 7 km vom Meer entfernt ist diese kleine Stadt fest von einer Stadtmauer umgeben. Einmal nachgelesen, so war Brouage früher der größte Handelshafen für Salz und Fisch und lag direkt am Meer! Um die wertvollen Güter zu schützen, ummauerte man das Städtchen, ähnlich einem Fort mit Wachtürmchen an jeder Ecke und in jede Richtung....  

Aber zurück im Hier und Jetzt. Wunderschöne kleine Lädchen  mit Kunst, Leder und Antiquitäten und eine sehr empfehlenswerte kleine Käserei die "Fromagerie de la  Citadelle", deren Käsemeister uns stolz seine Käsezubereitung  aus den Anden von Südamerika präsentierte. Der Käse schmeckt super und wir kaufen ordentlich Wegzehrung. Aber auch die anschaulichen Restaurants locken uns und so kehren wir nach einem Abstecher zum wunderschönen Strand von Chatellailon-Plage kurzerhand noch ein zweites mal in Brouage ein.  Am Strand beglückte  uns noch ein kleiner Marienkäfer, der verzweifelt versuchte irgend wie dem heißen Sand zu entkommen. Frank setzte ihn kurzerhand auf seinen Arm und ging mit ihm duschen.... er blieb sitzen. Nach dem ausgiebigen Bad setzte er sich auf Frank´s Hut und wich keinen Zentimeter.  Mit so viel Glück im Gepäck kommen wir also wieder Brouage an und stürmen das nächste am Morgen ausgemachte niedliche Restaurant . Zwei Komplettmahlzeiten an einem Tag in einem Ort......und wieder grüßt uns "Gott in Frankreich.....was für ein toller Tag.

 

Tag 19

Angers  und  Dutal payde la Loire 

 

so langsam geht es wieder in Richtung  Loire Tal und wir verabschieden uns vom Meer.  Das ist für mich immer ein wenig traurig, weil mir diese Reise wieder mal gezeigt hat, wie sehr ich den Atlantik liebe.  Unsere erste Station an diesem Tag ist Angers. Ein ruhiges, fasst verschlafenes Städtchen mit einer imposanten Kirche, die sich mit der daneben stehenden Burg regelrecht  "battlelt".  Wir schlendern durch die Altstadt und fasst hat man das Gefühl, wir sind allein auf weiter Flur....also weiter in Richtung Alecon. Es ist früher Mittag und wir wollen ein schönes Plätzchen zum übernachten finden.  Da wir fasst unsere komplette Tour die Autobahn gemieden haben, hilft uns das auch hier einfach unverhofft bildschöne Örtchen zu finden . Und wenn bildschöne Örtchen auch noch bildschöne Campingplätze direkt am Wasser haben, dann ist das fasst perfekt.  So landen wir in Dutal payde la Loire und schlendern am Wasser entlang ca. 5 Minuten ins Dörfchen. Perfekt wäre, hätte der Ort auch noch ein leckeres Restaurant für´s Abendessen. Wir finden einen Italiener direkt an der Hauptstraße (es gibt glaube ich nur eine Strasse). der uns mit Lasagne verwöhnt.. also fasst perfekt. Ein Italiener in Frankreich is(s)t halt nicht "Gott in Frankreich".. 

Tag 20

St. Ceneri-le Gerei

 

Heute ist Frank´s Geburtstag und ich wollte ihn so gerne mit etwas Besonderem überraschen. Also habe ich ihn entführt in die kleine Gemeinde St. Ceneri-le Gerei.  Ein "plus beaux Villages" in Frankreich. Und tatsächlich; ich bin verzaubert und hoffe so für mich, dass Frank auch verzaubert ist, da der Nachmittag noch Besonderes bereit hält... (aber ich schätze eher für mich). Aber dieser Ort verspricht was er hält und ist absolut sehenswert. Ein wenig Mystik schwirrt um den Ort. Etwas außerhalb schlendern wir an eine kleine Kapelle, die von außen unscheinbar, im inneren aber mit vielen kleinen Dankeszettelchen geschmückt ist. Hier muss man irgend wie innehalten. Ich bin sehr gerührt.. 

Einige Maler haben sich in früherer Zeit in diesen Ort verliebt und sich dann hier allesamt eher "selbstverliebt"selbst porträtiert.  Aber man kann nachfühlen, warum so viele Menschen diesen Ort so wunderbar finden. Wir machten kurzerhand aus dem Frühstück ein Lunch mit gutem Rosewein und Salat, Espresso und Creme Brulée.

Nach dem Essen geht´s aber wirklich nach Alencon und ich bin sehr aufgeregt. In Alencon gibt es das Museum der "Spitzen". Unglaublich wie viel Zeit man benötigt, um ca. 20 cm feinste Spitze herzustellen. 

Es wundert auch nicht, dass genau das kleine Stück dann auch ca. 2.500 € kostet. Also mit Souvenir ist nichts. Aber ich bin froh und dankbar..... denn wie gesagt heute ist eigentlich Frank´s  Geburtstag...

Wir finden etwas außerhalb einen kleinen Campingplatz und machen uns zu Fuß auf zum Abendessen.

 

 

Tag 21 und 22

 

Amboise und das Chateau de Chenonceau

 

Am nächsten Tag fuhren wir früh los und frühstückten an einen kleinen See in Richtung unseres nächsten Ziels: Amboise. Mächtig thront das Chateau Royal de Amboise über der Stadt. Hier finde ich auch meine Spitzendeckchen für meine Lieben und ich bin zufrieden.  Zur Übernachtung steuern wir ein Weingut an. der Winzer stellt für 3-4 Womo´s Stellplätze kostenfrei zur Verfügung. Was ein Glück. Wir haben Dusche, Strom und Wein... das passt.  Nach der Weinprobe direkt im Weinkeller, laden wir drei Karton Wein in unseren Bus....Gut, dass wir nur noch 2 Tage unterwegs sind... Ahh das Rillette war auch köstlich, -also auch noch rein. 

Wir essen vor unserem Bus auf dem vom Winzer gezimmerten Holztisch und genießen den schönen Abend in absoluter Ruhe.

 

Chateau de Chenonceau.

 

nach einem gemütlichen Frühstück folgt unser letztes Highlight. Das Chateau de Chenonceau. Das Damenschloss. Im 16. Jahrhundert von Katherine Briconnet der Gattin des Hauptprüfers der königlichen Finanzen und dem Bauherrn  Thomas Bogier entworfen.  Aber eigentlich sagt man, SIE war die eigentliche Bauherrin. (so ist das  heute ja auch noch? hat sich also nichts geändert)... Tatsächlich hatten in diesem Schloss  vornehmlich Frauen das Regiment..Sehr viel ist noch im Original erhalten und störend ist einzig nur die Organisation des Zutritts, weil alle Besucher durch den Souvenirladen geschleust werden. Aber wer sich wie wir eigentlich nur ein Schloss der Loire anschauen möchte, der freut sich an diesem wunderschönen Schloss

letzter Tag

wenn dein Zu Hause eigentlich schon zu riechen ist, dann zieht es dich fasst magnetisch an. So ging es uns. NEIN, eigentlich mir.

Nachdem wir "unser Schloss" besichtigt hatten, wollten wir ein gemütliches Übernachtungsplätzchen in Troyes suchen, doch dann nach knapp 200 km ging es los:  ....

Wie weit ist es eigentlich jetzt noch bis zu Hause?......ca. 600 km....ohhh echt?.....ja.....also wären wir so in knapp 6 Stunden eigentlich fasst zu Hause.....ja..... ob meine Blumen noch leben?.....klar...... der Wein nimmt ganz schön viel Platz weg hier....ohh am Montag gehts schon wieder los..... nur noch zwei Tage bis Arbeit....


IST JA GUT... 

wir fahren nach Hause.... und so kam es, dass wir uns den letzten Tag einfach geschenkt haben. Diese Reise aber war für uns ein viel größeres Geschenk. Wir trafen spontan Entscheidungen, lebten in den Tag, machten uns keine Gedanken was man anziehen oder welche Farbkombination passend ist und wir hatten wirklich beide das Gefühl der unbeschwerten Jugendzeit......und das mit schneeweißen Haaren. Wie geil ist das denn?

Ende der Route

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Kommentare: 2
  • #1

    Sandra Odinius (Freitag, 25 Oktober 2019 22:33)

    Hallo, wie schön geschrieben und so tolle Aufnahmen!!! �Und "juppii" ich komme auch vor!!!! Ich freue mich!!! �
    Danke, das du/ihr an eurer Reise so teilhaben lasst!! �‍♀️

  • #2

    Tina (Mittwoch, 30 Oktober 2019 16:52)

    Da bekommt man ja richtig Lust Eure Route nachzufahren.
    Tolle Bilder und toll geschrieben!
    Danke dass Du Deine Eindrücke teilst!

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